Forschungsgruppe am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) setzt auf Horus Social BPM Labs

Horus Social BPM Labs werden erstmals fester Bestandteil einer Lehrveranstaltung

Ettlingen, 07.03.2013 – Leistungs- und Motivationsprobleme sind bei fast jedem zweiten Studienabbrecher der Grund des Abbruchs. Am Institut für Angewandte Informatik und Formale Beschreibungsverfahren (AIFB) in Karlsruhe wird daher ein neues, partizipatives Lehrkonzept zur Vermittlung typischer wissenschaftlicher Tätigkeiten für Studierende entwickelt. Dieses verknüpft die Theorie des Studiums mit wissenschaftlichem Forschen und der Umsetzung in die Praxis. Grundlage des Lehrkonzepts “Willkommen in der Wissenschaft” waren die von Horus durchgeführten Social BPM Labs, an denen die Forschungsgruppe von Prof. Dr. Oberweis am Institut AIFB bereits des Öfteren partizipierte. Ziel des neuen Lehrprogramms ist es, die Studierenden insbesondere in der Studieneingangsphase mit innovativen Angeboten für ihr Fach zu begeistern und so die Zahl der Studienabbrecher weiter zu verringern. Das Land Baden-Württemberg fördert das Konzept in den kommenden drei Jahren mit knapp 300.000 Euro.
Im ersten Schritt werden dabei in Kooperation mit Wirtschaftspartnern in eintägigen Forschungslaboren (Living Labs) Einblicke in zukünftige Berufsfelder gewährt. Gemäß den Erfahrungen aus den bereits durchgeführten Horus Social BPM Labs schlüpfen die Studierenden so in typische Rollen eines Arbeitsbereichs, übernehmen Verantwortung für Aufgaben und erstellen beispielsweise vollständige Geschäfts-prozesse eines fiktiven Unternehmens oder verbessern dessen interne Abläufe. Im nächsten Schritt erläutern dann Wissenschaftler die geplante Thematik und führen durch eine klassische Lernphase. Diese mündet für die Studierenden in selbstständiges Arbeiten und Recherchieren. Abgeschlossen wird das Lehrkonzept durch die Entwicklung neuer Forschungsfragen und die Weitergabe der Erfahrungen an Schülerinnen und Schüler – die zukünftigen Studierenden.
Durch dieses Konzept werden insbesondere drei Effekte erzielt: Zum einen wird die Motivation der Studierenden durch die Heranführung an die Wissenschaft gesteigert. Zum anderen wird Schülerinnen und Schülern ein realistischeres Bild des Studienalltags geliefert, um falschen Studienvorstellungen und Enttäuschungen vorzubeugen und somit Studienabbrüche zu vermeiden. Darüber hinaus wird die Kommunikationsfähigkeit der Studierenden wie auch der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verbessert.
Evaluationen vergangener Horus Social BPM Labs zeigten, dass Studierende diese Form des Wissenserwerbs als motivierend, innovativ und praxisnah empfinden. “Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vernetzten sich, teilten ihr Wissen miteinander und lösten die Problemstellung kollaborativ und effektiv”, so Prof. Dr. Oberweis. “Sehr gute Erfahrungen haben wir mit Web 2.0-Technologien wie Blogs, Wikis und Sozialen Netzwerken gemacht, die in einer Cloud-Infrastruktur vereint sind”. Das Lehrkonzept bietet den Studierenden somit die einmalige Möglichkeit zum Lernen, Forschen und zur Anwendung des erlernten Wissens. “So können wir die Studierenden motivieren, sie erweitern ihre Kompetenzen und sind in der Lage, ihr Studium erfolgreich abzuschließen”, so Oberweis weiter.
Zur Weiterentwicklung des Konzepts nimmt die Forschungsgruppe wieder am nächsten Internationalen Horus Social BPM Lab am 15. April 2013 teil. Dieses Mal wird das Lab erstmals integrierter Bestandteil einer Lehrveranstaltung (Praktikum Geschäftsprozesse für Business Communities) sein. Weitere Informationen dazu finden Sie unter http://www.horus.biz/social-bpm/horus-social-bpm-lab.html. Allgemeine Informationen zum Lehrkonzept am KIT erhalten Sie unter http://lfa.aifb.kit.edu.

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Längst reicht das Wissen eines Einzelnen, eines privatwirtschaftlichen oder öffentlichen Unternehmens allein nicht aus, um im Wettbewerb zu bestehen. Vernetzung in Communities, die Bildung strategischer Allianzen, wertorientierte Kollaboration sind das Gebot der Stunde – Hebel, um im Wettbewerb nachhaltige Erfolge zu erzielen. Horus greift diese Ideen auf und macht sie für die Organisationsarbeit nutzbar. Ziel ist, die Gesamtheit des in der Business Community verfügbaren Organisationswissens für die Geschäftsprozess-Gestaltung zu erschließen. Erfolgsentscheidend dabei ist, neben den internen Prozess-Champions auch die Sachbearbeiter und externen Geschäftspartner mit in die Prozessarbeit einzubinden.

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Horus ist im Rahmen einer langjährigen Innovationspartnerschaft mit dem Forschungszentrum Informatik Karlsruhe (FZI), dem Institut AIFB des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), der Database Group der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) und der Hochschule Konstanz – Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) entstanden. Diese einzigartige Innovationspartnerschaft ist Garant für eine rasche Umsetzung von Produkt- und Serviceinnovationen in der Praxis.
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